Cämmerswalde hat eine Königin
Grenzgemeinde sorgt für Nachwuchs unter den Leseratten

Marie Janzen heißt die Cämmerswalder „Lesekönigin“, der hier Jens Kaltofen, Chef des Fördervereins, und Manfred Dittrich, Geschäftsführer der Druck- und Verlagsgesellschaft mbH Marienberg, gratulierten. Sein Haus druckt nicht nur Bücher, sondern ganz bestimmt auch Geld und stiftete wohl deshalb den Pokal...
Cämmerswalde. Die Geschichte von Hänschen, Hans und dem „Früh übt sich...“ ist im Zeitalter lebenslangen Lernens ja nicht mehr so ganz auf aktuellem Stand.
Doch Kinder frühzeitig an allgemeinbildende Freizeitbeschäftigung zu führen schon. Lesen ist ein Thema, das in der Cämmerswalder Wilhelm-Walther-Grundschule besondere Priorität genießt und für das die Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassenstufe auf kindgerechte Weise sensibilisiert werden, wenn der „Lesekönig“ gekrönt wird.
Acht Kandidaten stellten sich zum Wettbewerbsstart der Fachjury, in der auch eine Bibliothekarin und eine Autorin ihr Urteil abgaben, und lasen zwei Texte, davon einen ihnen bis dahin unbekannten. Fünf kamen schließlich in die Endrunde und hatten 40 Minuten Zeit, um eine eigene Geschichte zu schreiben und anschließend den Juroren, Klassenkameraden und Gästen vorzutragen. Dabei präsentierten sie nicht nur ihre Vorlesekunst, sondern auch erstaunlich viel Fantasie.
Hochspannung war bis zum Schluss gesichert, als Schulleiter Michael Gläser mit Merit Voit und Ben Herrmann zwei 2. Plätze bekannt gab. Der „Cämmerswalder Lesekönig“ hingegen ist eine Monarchin, heißt Marie Janzen und besucht die dritte Klasse. An ihr ging auch der Wanderpokal, der nicht zufällig das Konterfei von Wilhelm Walther, bekannt durch die Ausgestaltung des Dresdner Fürstenzuges, zeigt. Denn der bekannte Künstler ist ein Kind des Ortes, dessen Schule seit geraumer Zeit seinen Namen trägt.