Interesse stimmt optimistisch

Keine Premiere, aber auch keine Selbstverständlichkeit: Mit ihrem Messeauftritt vertrat die Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg mbH als einziges Branchenunternehmen in Leipzig das Erzgebirge. Entsprechend groß war das auf regionale Themen ausgerichtete Verlagsprogramm am Stand in Halle 5, wo hier Geschäftsführer Manfred Dittrich (re.) immer wieder Gelegenheit hatte, mit Messegästen ins Gespräch zu kommen.
Druck- und Verlagsgesellschaft zieht positive Messebilanz
Leipzig. Die Leipziger Buchmesse schließt mit einer positiven Bilanz: Mit 156.000 Besucher, davon 45.000 Fachbesucher, kamen zum Jahresauftakt der Buchbranche 9.000 lesehungrige Gäste mehr als im Vorjahr nach Leipzig.
Aussteller aus 39 Ländern präsentierten auf 65.000 Quadratmetern die Neuerscheinungen des Frühjahrs. Schon am Eröffnungstag sorgten vor allem Kinder und Jugendliche für großen Andrang in den vier Messehallen. Begleitet wurde die Leipziger Buchmesse darüber hinaus von einem weit reichenden Medieninteresse, denn mehr als 3.000 Journalisten berichteten aus Leipzig über den Branchentreff der Verlage, Autoren, Übersetzer, Buchhändler und des lesefreudigen Publikums im Leipziger Frühjahr.
Unter den 2.071 Aussteller präsentierte sich auch die Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg mbH mit einem themenreichen Buch- und Kalenderprogramm in Halle 5, darunter drei Neuerscheinungen. Um bergmännische Symbolik in Wort und Bild geht es in „Knappen, Heilige und eine lange Schicht“, eine Lesebuch für Fachleute, aber auch weniger kundige Interessenten des erzgebirgischen Bergbaus, eine weitere Neuerscheinung aus der Bergstadt. Mit erstaunlichen Ergebnissen wird einigen heute noch gebräuchlichen Redewendungen nachgegangen und ihre Bedeutung in Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung Sachsens gesehen.
Ganz anders das neue Buch von Helga Kaden, die in „Die Beutetürkin“ die berührende Liebesgeschichte einer jungen Kirgisin schildert, die im Strudel der Kämpfe zwischen moslemischen und christlichen Machtansprüchen während der Türkenkriege des 17. Jahrhunderts als Tochter reicher Eltern verkauft und verheiratet wurde, als gefangene Beutetürkin am Dresdner Hof auf sich Aufmerksam machte und schließlich nach Pfaffroda ins Erzgebirge fand.
Mit „Hinab, die Glocke ruft“, in Leipzig druckfrisch auf dem Büchermarkt, setzen die Marienberger ihre bergmännischen Berichterstattung vom 16. Jahrhundert bis in unsere Tage konsequent fort und stießen bei der Erkundung von Bergbaubrauchtum auch auf die Wurzeln erzgebirgischer Frömmigkeit.
Eine durchweg positive Bilanz des diesjährigen Auftritts in Leipzig zog Manfred Dittrich, Geschäftsführer der Druck- und Verlagsgesellschaft. „Unser Eckstand in einem publikumsorientierten Messebereich kam gut an, besonders die Neuerscheinungen fanden viel Zuspruch, und wenn auch eine Messe keinen Indikator in Zahlen darstellt, so stimmt uns das rege Interesse für unser Verlagsprogramm optimistisch“, bilanziert Manfred Dittrich die vier Tage in Leipzig.