Grußwort des Präsidenten des Sächsischen Landtages, Erich Iltgen
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich freue mich, Ihnen auf diesem Wege die Grüße und Glückwünsche der Abgeordneten des Sächsischen Landtages zur Präsentation des Buches über das Königreich Sachsen übermitteln zu können.
Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen im Jahr 1806 mit der Unterzeichnung eines Friedensvertrages zwischen Frankreich und Sachsen in Posen.
Mit dem Ende der Monarchie wurde 1918 der Freistaat Sachsen gegründet. Noch in unserer heutigen Zeit bekennen sich der Freistaat und seine Bürgerinnen und Bürger zu jenen humanistischen Traditionen, die das Königreich Sachsen weit über seine Grenzen hinaus bekannt machten.
Seit der friedlichen Revolution 1989 erfüllt uns das von den Menschen auf die Straßen und Plätze getragene Weiß-Grün der aus dem Königreich übernommenen Flagge wieder mit Zuversicht.
Auch der Sächsische Landtag hat das Schwarz-Gelb seines Wappens in der barocken Fassung mit Stolz zu Eigen gemacht.
In der Präambel unserer Verfassung von 1992 knüpfen wir ausdrücklich an die Geschichte der Mark Meißen, des sächsischen Staates und die Traditionen der Sächsischen Verfassungsgeschichte an.
Erst im vorigen Jahr haben wir dies als Landesparlament anlässlich des 175-jährigen Verfassungsjubiläums mit einer Festveranstaltung feierlich zum Ausdruck gebracht.
Dabei ist ganz besonders hervorgehoben worden, dass die Verfassung von 1831 bereits alle wichtigen Grundrechte unseres heutigen modernen Verfassungsstaates enthalten hat.
Zu vielen Gelegenheiten setzen wir uns sowohl mit Aspekten der sächsischen Landtagsgeschichte als auch mit den Biografien der Vertreter des Hauses Wettin auseinander und bleiben damit dem Leitgedanken von König Johann treu:
„Denn nur aus den noch lebendigen Wurzeln der Vergangenheit kann die Zukunft kräftig erblühen. Wehe dem Volke, das mit seiner Vorzeit gebrochen hat; es hat auch keine Nachwelt zu erwarten.”
Das könnte sowohl auch die Lebensmaxime des Historikers Dr. Albert Prinz von Sachsen sein, dem wir mit seinen Büchern und Vorträgen vor allem seit der Wende zahlreiche wertvolle Ansätze zur Identitätsfindung verdanken.
Dabei hat er es immer wieder verstanden, Sachsen in den europäischen Kontext zu stellen, in den es schon immer gehört hat und wohin es mit der deutschen Einheit endlich zurückgekehrt ist.
Mit dem vorliegenden Buch „Königreich Sachsen. Traditionen in Schwarz und Gelb 1806 – 1918” erweckt er eine Epoche unserer Geschichte zum Leben, die durch das Spannungsfeld zwischen Konservativismus und Liberalität gekennzeichnet war.
Damit finden frühere Publikationen wie „Die Wettiner in Lebensbildern” und „Die Albertinischen Wettiner” als Könige von Sachsen oder auch die vergleichende Studie „Bayern und Sachsen” ihre wissenschaftliche Weiterführung und Vertiefung.
Angesichts der Verbundenheit und Wertschätzung, die wir Sachsen unserer Geschichte und damit auch den Königen aus dem Haus Wettin entgegenbringen, bin ich mir sicher, dass dieses Werk über die Fachwelt hinaus die positive Aufnahme einer breiten Leserschaft finden wird.
Erich Iltgen
<< zurück zur Seite „Buchpräsentation“